Menschenrechte in Deutschland, Europa und der Welt

Uni­ver­sal­ti­tät

413px-Irish_potato_famine_Bridget_O'DonnelMen­schen­rech­te sind all­ge­mein gül­tig. Das Pos­tu­lat einer Uni­ver­sa­li­tät der Men­schen­rech­te beschreibt einen umfas­sen­den Gel­tungs­an­spruch: Die Men­schen­rech­te gel­ten über­all und für alle Men­schen. Damit hat die For­de­rung nach einer Uni­ver­sa­li­tät der Men­schen­rech­te eine sub­jek­ti­ve und eine inter­sub­jek­ti­ve Bedeu­tung:

  • Die sub­jek­ti­ve Bedeu­tung der Men­schen­rech­te: Jeder Mensch kann sich über­all auf die­sel­ben — die ele­men­ta­ren Bedürf­nis­se sei­ner Per­son und sei­nes Frei­heits­an­spruchs schüt­zen­den — Men­schen­rech­te beru­fen.
  • Die inter­sub­jek­ti­ve Bedeu­tung der Men­schen­rech­te: Jeder­mann muss (soll) die all­ge­mei­ne Gel­tung der Men­schen­rech­te aner­ken­nen. Denn nur wenn die Mit­welt mei­ne Men­schen­rech­te aner­kennt, kön­nen hier­durch mei­ne ele­men­ta­ren Rech­te geschützt wer­den.

Dies bedeu­tet aller­dings auch, dass die Erfül­lung der Inter­sub­jek­ti­vi­tät der Men­schen­rech­te eine Vor­aus­set­zung für die sub­jek­ti­ve Funk­ti­on der Men­schen­rech­te ist.

In die­ser Abhän­gig­keit von der Inter­sub­jek­ti­vi­tät fin­det sich auch der Grund für die Bestre­bun­gen, Men­schen­rech­te durch inter­na­tio­na­le Erklä­run­gen und Über­ein­künf­te zu schüt­zen. Denn nur, wenn trag­fä­hi­ge, recht­li­che Instru­men­te zur Durch­set­zung der Men­schen­rech­te geschaf­fen wer­den, kann deren all­ge­mein­gül­ti­ge Aner­ken­nung gewähr­leis­tet wer­den.