Menschenrechte in Deutschland, Europa und der Welt

Unteil­bar­keit

Bundesarchiv_Bild_183-80093-0001,_VEB_Kleiderwerke_'Diamant',_PlankontrolleMen­schen­rech­te sind unteil­bar. Men­schen­rech­te kön­nen stets nur in ihrer Gesamt­heit ver­wirk­licht wer­den.

Die Ver­let­zung oder Nicht­ge­wäh­rung ein­zel­ner Men­schen­rech­te geht regel­mä­ßig auch mit der Ver­let­zung wei­te­rer Men­schen­rech­te ein­her:

Der Grund­satz der Unteil­bar­keit der Men­schen­rech­te ist damit der Gegen­part zu ihrer Uni­ver­sa­li­tät: Men­schen­rech­te müs­sen immer, über­all und alle gel­ten.

Die­ser Grund­satz der Unteil­bar­keit bedeu­tet aber auch, dass es kei­ne Men­schen­rech­te ers­ter und zwei­ter Klas­se geben kann. Der Ver­such, sozia­le Men­schen­rech­te zu zweit­ran­gi­gen Rech­ten abzu­wer­ten, wider­spricht damit stets dem Grund­satz der Unteil­bar­keit der Men­schen­rech­te. Frei­heits­rech­te sind ohne sozia­le Men­schen­rech­te undenk­bar.

„Unver­äu­ßer­lich­keit“ der Men­schen­rech­te

Men­schen­rech­te gel­ten abso­lut, nicht rela­tiv. Men­schen­rech­te sind damit unver­äu­ßer­lich. Kein Mensch kann hier­auf ver­zich­ten.

Die­ser Grund­satz der Unver­äu­ßer­lich­keit der Men­schen­rech­te, der seit John Locke all­ge­mei­nes Bewußt­sein ist, ist eine not­wen­di­ge Fol­ge­rung aus der Uni­ver­sa­li­tät und der Unteil­bar­keit der Men­schen­rech­te: Men­schen­rech­te gel­ten alle über­all — und müs­sen dies auch.