Menschenrechte in Deutschland, Europa und der Welt

Menschenrechte der Dritten Generation

Bauernkrieg_25In der jüngeren Diskussion der Menschenrechte werden diese oftmals nach „Generationen“ gegliedert. Dabei tritt neben die erste Generation der bürgerlichen und politischen Menschenrechte – also den klassischen liberalen Abwehr- und demokratischen Mitwirkungsrechten – und der zweiten Generation der sozialen Menschenrechte – den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Gewährleistungsrechten – eine dritte Generation der Menschenrechte, verstanden als kollektive Rechte der Völker.

Diese dritte Generation der kollektiven Rechte der Völker stellt damit den Gegenpol zu den klassischen, in der abendländischen Gedankenwelt fußenden liberalen Abwehrrechten dar. Und sie postulieren insbesondere auch Rechte gegenüber den Staaten der westlichen Welt: Die Staaten Europas und Nordamerikas sollen nicht nur die Einhaltung der liberalen Menschenrechte überwachen, sondern vielmehr kollektive Solidaritätsrechte gegenüber allen Staaten und allen Völkern üben, damit auf diese Weise die Gewährleistung aller Menschenrechte überall auf der Welt effektiv gewährleistet werden kann.

Zu diesen zu schützenden elementarsten kollektiven Völkerrechten zählen

  • das Selbstbestimmungsrecht der Völker einschließlich des Rechts eines jeden Volks auf eigene Entwicklung,
  • das Recht auf Frieden,
  • das Recht auf eine saubere Umwelt
    • einschließlich des Anspruchs auf sauberes Wasser,
  • das Recht auf einen gerechten Anteil an den Schätzen der Natur,
  • das Recht auf die eigene Kultur und
  • das Recht auf Kommunikation.

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